Nikolaus Heinrich Julius, Hamburger Arzt und Schriftsteller, beteiligte sich in der Hanseatischen Legion an den Befreiungskriegen 1813. Danach ließ er sich 1815 als Arzt in Hamburg nieder, bevor er 1828 nach Berlin ging. Seine Stammbuchblätter beginnen mit Einträgen in dem unheilvollen Jahr 1813 und geben Einblick in seine Lebensstationen, u.a. eine Amerikareise 1834, bis in das Jahr 1836, als er nach Hamburg zurückkehrte.

Objekt 34: SUB Hamburg, Cod. in scrinio 222d, Bl. 16

Eintrag des deutschen Dichters Matthias Claudius (1740–1815) am 6. April 1813 in Wandsbek vor dem Elendswinter 1813/14, vor dem auch er mit seiner Familie aus Hamburg flüchten musste; mit dem Psalm 1, 1: „Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen …“

Objekt 34: SUB Hamburg, Cod. in scrinio 222d, Bl. 34

Eintrag des Hamburger Richters und Politikers Ferdinand Beneke (1774–1848) in Hamburg am 30. Juni 1815, ein Jahr nach den schrecklichen Ereignissen in Hamburg unter französischer Belagerung. Beneke wählt eine Sentenz aus dem Vaterlandsgedicht von Ernst Moritz Arndt (1769–1860): „O Gott im Himmel! Sieh darein: / das ganze Deutschland soll es seyn!“, und setzt darunter: „Biß deutsche Zunge und welsche Tück / durch .?. Marken geschieden, / eh’r tuhe nicht Schwerdt in Scheide zurück, / eh’r rede kein Deutscher vom Frieden. Gott mit Euch!“

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